Villa Staudt
Urlaub in kaiserlicher Gesellschaft
Die Villa Staudt, direkt an der Strandpromenade gelegen, gehört zu den bezaubernsten klassizistischen Villen der „3 Kaiserbäder“ und zeugt von der historischen Geschichte der Insel Usedom.
Die vollständig sanierte Gründerzeitvilla wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und prägt noch heute den herrschaftlichen Stil der Bäderarchitektur in Heringsdorf. Das Haus verfügt über ein offenes, helles Treppenhaus und einen großzügigen Zuschnitt seiner Wohn- und Badezimmer. Auch die imposanten Raumhöhen lassen den Lebensstil vergangener Tage erahnen und bieten Ihnen ein unvergleichliches Ambiente.
In der Villa Staudt können Sie zwischen 11 hochwertigen Ferienwohnungen zwischen 42 und 105 Quadratmeter (1 bis 3 Zimmer) wählen. Die Wohnungseinrichtung ist klassisch gehalten und zeugt von der prächtigen Lebensart vergangener Tage. Zwei weitere Wohnungen finden Sie in der nebenan gelegenen kleinen Backsteinremise. Natürlich entspricht die Ausstattung mit LCD-Kabelfernsehen, Stereoanlage, Telefon, drahtlosem Internetzugang und eigenem Briefkasten heutigem Standard. Auch die Küchenzeile inklusive Geschirrspülmaschine ist komplett eingerichtet. Auf dem Grundstück befindet sich eine kleine Tiefgarage, deren Plätze bei Reservierung mitgebucht werden können.
Historie
Erbaut um 1880, wurde die Villa in der Folge durch die Familie Staudt erworben, die ihr den Namen "Miramar" gab. In den Jahren 1909 bis 1912 begrüßte Frau Konsul Elisabeth Staudt Kaiser Wilhelm II. regelmäßig auf der Veranda ihres Hauses zum Nachmittagstee. Anlass war stets die jährliche Nordlandreise des Kaisers, die ihn auch nach Swinemünde zur Flotteninspektion führte. Frau Konsul war im Übrigen nur eine Anrede: ihr 1906 verstorbener Mann war Konsul der "Orientalischen Republik Uruguay". Nach seinem Tod wurde seine Frau bis zu ihrem Ableben von allen mit "Frau Konsul" angesprochen.
Die Bekanntschaft mit dem Kaiser ging auf die Heirat der Tochter Auguste-Viktoria Staudt mit dem Rittmeister Wilhelm von Kummer zurück, dessen Taufpate wiederum Wilhelm II. war. Die Trauung fand im Beisein des Kaisers statt.
1938 wurde das Haus an Dr. Theodor Morell, den Leibarzt Adolf Hitlers, verkauft. Dieser führte die Villa als Privatsanatorium. Ende 1943 erfolgte eine Beschlagnahme durch die Wehrmacht. Fortan wurde sie als Außenstelle des Swinemünder Lazaretts genutzt. Zu DDR-Zeiten diente die Villa dann als Erholungsheim für die DDR-Fluggesellschaft Interflug unter dem Namen "Wilhelm Pieck I".

Das Bild rechts zeigt Frau Konsul Staudt mit Kaiser Wilhelm II. auf der Veranda im Erdgeschoss der Villa Staudt, der heutigen Wohnung V2.


